Früh aufstehen lohnt sich allemal

Da wir im Frauenkloster Collina Sacro Cuore nächtigen, das überaus gepflegt ist und über Einzelzimmer verfügt (EZ/VP gegen Spende, wir geben je 30 Euro) sind wir dazu verdonnert bereits früh zu starten. Das Abendessen ist einfach und besteht aus ein paar Pizzaschnitten, Suppe und einem tollen Salat aber sehr lecker. Um halb neun scheuchen uns die netten Schwestern aus den heiligen Hallen ins Bett. Es herrscht hier ein eisernes Regiment, das ich bereits aus dem Kloster in Rapperswil kenne. Das ist gut so, Pilger sollten solche Unterkünfte schätzen zu wissen, das findet man nicht so oft. Da auf mich noch Arbeit wartet, ist dies kein Problem für mich.

Kloster Farfa ist teuer

Am Morgen laufen wir kurz nach acht Uhr auf unserem Franziskusweg los. Es erwartet uns eine einfache Etappe, kurz und knackig. Ziel wäre das Kloster Farfa, die Unterkünfte in dessen Kloster sind leider massiv teuer und kosten knapp 40 Euro ohne Abendessen. Deshalb heisst das heutige Ziel Toffia.

Glück steht mir bei

Bis auf einen längeren Abschnitt der Strasse entlang, ist es wiederum eine schöne Etappe. Auch das Wetter spielt mit und so kommen wir gut voran. Erst gegen Ende ziehen Wolken auf und wir erreichen das Ziel mit den ersten Regentropfen. So viel Glück darf ein Pilger durchaus haben.

Tour GPS

Gespräche können gut tun

Ein paar Tage zu zweit zu pilgern, hat seinen Reiz. Vor allem, wenn man ein interessantes und auch tiefgreifenderes Gespräch führen kann. Über längere Zeit bin zwar gerne alleine unterwegs, ein wenig Auflockerung zwischendurch kann jedoch nicht schaden. Vielen Dank an meine Mitpilgerin Renate. Am Ende der Etappe ist mein rechter Knöchel geschwollen und er schmerzt. Weder bin ich umgeknickt, noch habe ich unterwegs etwas gespürt. Keine Ahnung, von was dies kommt. Hoffentlich geht das gut für die letzten Pilgertage.

Murmeltiersalbe soll helfen

Angekommen am Ziel behandle ich ihn erstmal mit Murmeltiersalbe und hoffe auf baldige Genesung. Meine Erfahrungen mit dieser Salbe sind positiv und ich bin deshalb guter Dinge. Es stehen für mich noch zwei Teilstücke auf dem Programm bis nach Monterotondo. Den letzten Abschnitt fahre ich mit dem Bus, da ich keine Lust habe, den Weg durch die Stadt unter meine Pilgerfüsse zu nehmen. Rom kenne ich mittlerweile so gut, dass ich dies unterlassen kann. So kann ich am Mittwoch nach Hause fahren (Flixbus 33 Euro) und bin rechtzeitig zurück. Denn am Donnerstag ist grillen angesagt. Auf das freue ich mich.

Lebenskraft finden

Diese rund zwei Wochen pilgern, haben mir gutgetan. Ich finde in diesen Tage ein wenig Abstand zu meiner negativen Einstellung und meine Gedanken werden klarer. Dabei bete ich zu Gott, dass dies auch ein wenig länger anhält und ich mehr Energie und Lebenskraft für die kommenden Aufgaben freisetze n kann. Tendenziell wird es nicht die letzte Pilgerei für dieses Jahr sein. Es gibt noch ein paar Projekte, die ich verfolgen möchte. Ob das in Spanien oder die Weiterführung des Cammino di San Francesco nach Apulien ist, weiss ich noch nicht. Die Zeit wird es weisen. Pace e bene.

Ein Kommentar zum Beitrag “Früh aufstehen lohnt sich allemal”

  1. hey, wie wär der Pilgerweg in Japan?

Schreibe einen Kommentar