Knöchel gut, alles ist gut

Nach dem Wetterglück von gestern, geniessen wir die Spaghetti alla Nonna, die uns die Mutter der Vermieterin der Unterkunft serviert. Natürlich mit Antipasti, die richtig köstlich sind. Auch die Unterkunft ist toll und hat richtig Stil. Mein Knöchel ist mittlerweile um zwei, drei Zentimeter angeschwollen und schmerzt. Ich behandle ihn nochmals mit meiner Salbe und nehme eine Voltaren ein. Hoffentich geht das morgen gut. Dann schlafe ich wie ein Engel, der ich wahrhaftig nicht bin. Am morgen staune ich, meinen Knöchel spüre ich nicht mehr, die Schwellung ist weg und ich fühle mich wie neugeboren.

B&B Monte Degli Elci, Toffia

Wintereinbruch in Lazio

Am morgen wache ich schon um halb acht auf und schaue aus dem Fenster. Da ist schon eine grössere Gruppe von Pilgern auf dem Weg nach Assisi. Das müssen Frühaufsteher sein, welchen die kalten Temperaturen in der Früh nichts auszumachen scheinen. Später wird mir dann einiges klarer. Jedenfalls lacht die Sonne vom Himmel und lädt uns ein loszupilgern. Nach rund zwei Stunden ändert sich dies um 180 Grad. Es ziehen dunkle Wolken auf und schon bald regnet es kräftig. Ein richtiger Wolkenbruch geht auf uns nieder. Zudem hat es massiv abgekühlt und ein eisiger Wind weht uns um unsere Pilgernasen.

Schneealarm auf den Hügeln

Weiter oben auf den Hügeln schneit es. Die Gipfel färben sich weiss. Komisch, der Wetterbericht für hier, hat gutes Wetter angesagt. Später erfahre ich, dass meine Ortsangabe nicht richtig war und die Aussichten für Sizilien und nicht für Lazio gelten. Selber schuld, wenn man sich stümperhaft verhält. Nun wird mir klar, was es mit dieser Pilgergruppe vom Morgen auf sich hat. Sie sind einfach intelligenter am Pilgerweg unterwegs und nutzen die Sonnenstunden. So geht es weiter in Kälte und Regen. Bei einer Busstation wollen wir einen Bus entern. Aber weil keiner kommen will, geht dieser Plan den Bach runter und bedeutet, in den sauren Apfel beissen. Klatschnass wie wir sind, pilgern wir wie begossene Pudel weiter bis nach Montelibretti. Ganz zum Ende der Etappe, bessert sich das Wetter. Durchgefroren und nass kommen wir an und sind froh, den Tag überstanden zu haben.

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