Irgendein Weg führt immer nach Rom

Viterbo ist nicht meine Stadt. Irgendwie finde ich mich gar nicht zurecht. Es hat immer wieder mal eine Bar oder Ristorante, aber den wirklichen Kern der Stadt finde ich nicht. Also beschränke ich mich aufs Schreiben, was auch nicht einfach ist. Für das Uploaden der Bilder braucht man eine Internetverbindung und die ist ziemlich schlecht. Wenn man pro Pic zehn Minuten braucht, ist es nicht mehr so witzig. Dafür ist das Zimmer bei einer religiösen Einrichtung super. Einzelzimmer mit Dusche und sogar ein wenig geheizt für nur 21 Euro inklusive

Nebelschwaden, Sonne und ein wenig Pilgerblues

Gestern hatte ich nochmals richtig Glück. Ausser mir war nur ein weiterer Pilger in der Herberge und es gab genügend Zimmer, so dass ich alleine in einem Raum übernachten konnte. Es war zwar kein Highlight. Aber ganz ok. Jedenfalls kommt mein Mitbewohner aus Deutschland und geht von Rom aus nach Santiago. Da er mit Zelt und zwei Schlafsäcken und sonstigem Material pilgert, hat er ein Pilgerwägelchen mit dabei, das er hinter sich herzieht. Zudem natürlich noch einen Rucksack auf dem Buckel. Ich gehe mal davon aus, dass er ziemlich viel

Karawanen von Pilgern ziehen durchs Land

San Miniato Alto ist ein hübsches kleines Städtchen, dass zu San Miniato Basso gehört. Es liegt einfach wunderschön auf einem Hügel und bietet traumhafte Ausblicke. Auch sonst ist was los, kleine feine Lokale, Bars, Wein- und Käseverkostungsgeschäfte und so weiter laden zum verweilen ein. Ich übernachte diesmal im Convento San Francesco und es ist richtig fein. Ein Doppelzimmer für mich alleine für zwanzig Euro. Das Mehrbettzimmer ohne Bettwäsche hätte auch schon zehn Euro gekostet. Das hat sich für mich wirklich gelohnt. So durchstreife ich am Abend noch ein wenig den

Pilgern durch wunderschöne Landschaft

Ausblick

Komischerweise begegne ich heute keinem einzigen Pilger. Ich bin wirklich alleine unterwegs. Es ist wieder ein wunderbarer, schöner Tag. Viel Sonne und nur 35 Grad warm. Richtig angenehm zu pilgern. Nach den Erlebnissen in den vergangenen Tagen geniesse ich die Ruhe. Es ist ein wunderschöner Weg heute. Es geht hauptsächlich über Feldwege durch die Landschaft. Mein Fuss hat sich auch wieder ein wenig erholt und schmerzt nicht mehr so wie in den letzten Tagen. Da kann man ja richtig Hoffnung aufbauen. Erste Hügel werden sichtbar Nach den ersten Kilometern die

Im Weingarten wird gebadet

Rebbau

Es ist wirklich unglaublich. Kaum bin ich auf dem Weg, stürmt schon ein junger Pilger an mir vorbei. Keine Ahnung, was der für ein Rennen gewinnen will. Natürlich bin ich nicht so schnell gestartet, aber trotzdem, das gibt mir echt zu denken. Das geht ja gar nicht. An zwei Tagen hintereinander. Ich glaube ich muss mir dringend einen neuen Plan ausdenken. Matteo heisst der Knabe Jedenfalls kommen wir miteinander ins Gespräch. Mein neuer Jäger heisst Matteo und stammt aus Paris. Zudem ist er ein Wahnsinniger – ein netter Wahnsinniger wohlverstanden.

Gastfreundschaft auf Französisch

Gastfreundschaft

Gestern Abend ging das Theater mit dem Essen weiter. Für 13 Euro bekam ich etwas vorgesetzt, dass ich unmöglich essen konnte. Das Geflügel schwamm in einer komischen cremigen Sauce, die richtig pappte. So ass ich nur die Bratkartoffeln und den Fruchtsalat aus der Büchse. Danach ging ich ins Bett. Schlafen ist angesagt, wenn man ein Hotelzimmer hat. Am Morgen werde ich von Sonnenstrahlen geweckt – endlich schönes Wetter. Es ist bereits zehn Uhr und ich habe wirklich göttlich geschlafen. So gehe ich ohne Frühstück los und treff vor dem Hotel

Endlich bin ich frei

See

Es gibt Pilger und solche die es sein wollen. Ich habe wirklich einen solchen kennen gelernt. Für mich heisst pilgern Respekt gegenüber Land, Leuten, Umwelt und anderen Pilgern zu haben. Diesen lässt so mancher vermissen. Jedenfalls war ich die vergangenen Tage mit Gerhard unterwegs. Jeden Morgen führt er das Gleiche auf. Zwischen sechs und sieben klingelte sein Wecker. Das ist auch ok so, nur steht er nicht auf, sondern bleibt noch mindestens eine Stunde liegen. In dieser Zeit kommt im Viertelstundentakt die Weckwiederholung. Keine Chance für andere weiterzuschlafen. Heute in

Der Weg ist das Ziel – Hallo Franz

Franziskuskirche

Gestern habe ich noch einen netten Abend verbracht. In einer Bar kam ich mit einem Pellegrino, wie könnte es auch anders sein, aus Österreich ins Gespräch. Pilger Jürgen kommt aus Dornbirn und hat wie ich, von seiner Frau Freigang fürs pilgern bekommen. So tauschen wir uns über unsere Erlebnisse aus und ich stelle fest ich bin nicht der einzige unterwegs, der seine Sachen liegen lässt. Manchmal ist es toll, wenn man jemanden zum Sprechen hat am Abend. Aber meist ist mir das zuviel. Ich könnte nicht in einer Gruppe pilgern,