Landschaft wie von Gottes Hand gemalt

Auch heute hatte ich wieder eine geruhsame Nacht alleine in der Pilgerherberge. Richtig schön war es, sogar mit Heizung. Was selten der Fall ist. Am Abend gönnte ich mir noch ein richtig gutes Essen. Pappardelle al Chinghiale. Das liebe ich, bekomme ich zuhause nur, wenn ich selber koche. Jedenfalls war es sehr lecker und ich genoss noch die Abendstunden. Pilgerbegegnungen im Ostello Als ich mich im Ostello eingeschrieben habe, trifft auch Margrethe, meine Pilgerfreundin aus Kanada ein. Sie braucht ein paar Informationen. Kurze Zeit später trifft eine jüngere Pilgerin ein.

Nebelschwaden, Sonne und ein wenig Pilgerblues

Gestern hatte ich nochmals richtig Glück. Ausser mir war nur ein weiterer Pilger in der Herberge und es gab genügend Zimmer, so dass ich alleine in einem Raum übernachten konnte. Es war zwar kein Highlight. Aber ganz ok. Jedenfalls kommt mein Mitbewohner aus Deutschland und geht von Rom aus nach Santiago. Da er mit Zelt und zwei Schlafsäcken und sonstigem Material pilgert, hat er ein Pilgerwägelchen mit dabei, das er hinter sich herzieht. Zudem natürlich noch einen Rucksack auf dem Buckel. Ich gehe mal davon aus, dass er ziemlich viel

Ein Tag in meinem eigenen Flow

Mein Hotel ist einsame Spitze. Als ich das Zimmer beziehe, wasche ich erst mal meine Keider. Zwanzig Stunden später sind sie immer noch feucht. So könnt ihr euch vorstellen, wie warm und vor allem wie feucht dieses Loch ist. Zudem bekomme ich langsam einen ausgeprägten Schnupfen, keinen Männerschnupfen, sondern einen richtigen. Leider ist mein Aufenthalt in Siena ziemlich verregnet und so kann ich nicht meinen Lieblingsplatz auf dem Piazza del Campo einnehmen. Was solls, das werde ich ein anderes Mal nachholen. Tour GPS Sonniger Start in den Tag Am Morgen

Einsamer Herbergspilger schläft gerne alleine

Herbergen suche ich ja bekanntlicherweise eher selten auf. Die Nächte verbringe ich lieber alleine oder zusammen mit meiner Frau. Mit fremden Menschen in einem Raum zu schlafen, ist mir wirklich zu intim. Vor allem mag ich kein Geschnarche oder andere körperlichen Auswüchse. Ziemlich verwöhnt bin ich. Das muss ich mir leider eingestehen. Gestern überwinde ich mich mal wieder und übernachte in der Pilgerunterkunft von Monteriggioni. Das Casa per Ferie Santa Maria Assunta ist ziemlich gross, es hat mehrere Räume. Es ist sogar möglich ein Zimmer mit eigenem Bad für sich

Höhepunkt meiner Pilgerei steht kurz bevor

San Gimignano ist eine tolle Stadt. Es wimmelt nur so von Touris, aber es ist einfach auch zu reizend hier. Man kann auf den Stadtmauern, die völlig erhalten geblieben sind, rund um die Stadt gehen und die Fernsicht geniessen. Nur zuviel Hunger und Durst sollte man nicht haben. Sonst herrscht ziemlich schnell Ebbe im Geldbörserl. Ziemlich teuer ist es hier, hat schon fast das Preisniveau von Zürich. Jedenfalls erkunde ich am Abend noch die Stadt. Paradies für Feinschmecker Es ist ein grösserer Feinschmeckermarkt im Gange. Da gibt es einige typische

Tollpatsche sollten nicht pilgern

Manchmal weiss ich nicht, ob nur mir dumme Sachen passieren. Es kommt mir jedenfalls so vor, als ob ich der grösste Tollpatsch bin. Gestern hatte ich eine wunderbare Unterkunft für 29 Euro. Singleroom mit gemeinsamen Bad. Jedenfalls kommt später nur ein älteres Paar hinzu, die den Weg mit dem Bike pilgern. Angenehm. Vor allem ist es toll, weil diese Unterkunft eine Waschmaschine bietet. So kann ich endlich wieder mal in frische Klamotten schlüpfen. Also geh ich sofort ans Werk und schmeisse meine sieben Sachen in die Maschine. Dauert nur vierzig Minuten.

Karawanen von Pilgern ziehen durchs Land

San Miniato Alto ist ein hübsches kleines Städtchen, dass zu San Miniato Basso gehört. Es liegt einfach wunderschön auf einem Hügel und bietet traumhafte Ausblicke. Auch sonst ist was los, kleine feine Lokale, Bars, Wein- und Käseverkostungsgeschäfte und so weiter laden zum verweilen ein. Ich übernachte diesmal im Convento San Francesco und es ist richtig fein. Ein Doppelzimmer für mich alleine für zwanzig Euro. Das Mehrbettzimmer ohne Bettwäsche hätte auch schon zehn Euro gekostet. Das hat sich für mich wirklich gelohnt. So durchstreife ich am Abend noch ein wenig den

Nasser Weg nach San Miniato Alto

Seit Tagen ernähre ich mich von Pizza und Pannini con Salame. Es ist kaum zu glauben, ich habe noch keinen Teller Spaghetti gesehen. In Pietrasanta fand ich nur Lokale höheren Standarts, in denen die Pasta 15 Euro und mehr kosten. Ist ein bisschen viel denke ich mir. Schlussendlich lande ich in einer kleinen Pizzeria. In Lucca dasselbe, alles war so überfüllt, dass es wieder Pizza al Taglia gibt. Und gestern hatte ich ein wenig Pech. Es gibt tolle Restaurants, aber alle sind total ausgebucht. So lande ich schlussendlich in einer

Die Sonne meint es gut mit mir

Beim ausgedehnten Nachtbummel durch die Stadt Lucca gibt es einiges zu sehen. Viele Verkleidete prägen das Stadtbild. Vor allem habe ich noch nie so viel Zelte gesehen, es müssen hunderte sein. Jede Firma, die sich mit Comics und Spielen beschäftigt, muss hier verteten sein. Darunter natürlich auch die Filmstudios. Der Zugang zu den Zelten ist aber nur mit Ticket möglich. Interessanterweise gibt es noch genügend Italiener, die Geld genug für solche Dinge haben. Den die Besucher schleppen Berge von Spielen, Konsolen und anderes mit nach Hause. Unterwegs esse ich noch

Jubel und Trubel in Lucca

Diese Nacht habe ich richtig gut geschlafen und bin schon um acht Uhr munter. Es ist zwar ziemlich frisch im Zimmer. Aber mit Seidenschlafsack und zwei Wolldecken bewaffnet, sind auch kühlere Temperaturen ertragbar. Seit ich mit meiner Frau in unserem Häuschen lebe, habe ich mich so richtig an warme Temperaturen gewöhnt. Unter 24 Grad gibt es nur in Ausnahmefällen. Ohne Frühstück geht es los Da ich keinen Hunger habe, starte ich sogleich in mein neues Pilgerabenteuer. Heute will ich bis nach Lucca kommen. Die Herbergssuche ist ziemlich schwierig – den