Via Francigena

Pilgern durch wunderschöne Landschaft

Von
am
26. Juni 2018

Komischerweise begegne ich heute keinem einzigen Pilger. Ich bin wirklich alleine unterwegs. Es ist wieder ein wunderbarer, schöner Tag. Viel Sonne und nur 35 Grad warm. Richtig angenehm zu pilgern. Nach den Erlebnissen in den vergangenen Tagen geniesse ich die Ruhe. Es ist ein wunderschöner Weg heute. Es geht hauptsächlich über Feldwege durch die Landschaft. Mein Fuss hat sich auch wieder ein wenig erholt und schmerzt nicht mehr so wie in den letzten Tagen. Da kann man ja richtig Hoffnung aufbauen.

Erste Hügel werden sichtbar

Nach den ersten Kilometern die ich recht schnell hinter mich bringe, komme ich zu einem riesigen Sandwerk. Da verlaufe ich mich mal so richtig. Irgendwann schmeisst mich ein Mitarbeiter des Werkes richtiggehend aus der Anlage hinaus und ich geb Vollgas um aus diesem Staubloch rauszukommen. Weiter geht es durch eine wirklich wunderschöne Landschaft. In der Ferne sind bereits die ersten Hügel der Emilia Romagna zu sehen. Die endlos langen Wege durch die Poebene werden bald vorbei sein.

Zoff mit Hotelier

Bald komme ich an in Miradolo Terme. Das Hotel habe ich gestern vorgebucht. Nun steh ich an der Rezeption und es ist kein Zimmer frei. Wie kann das nur sein? Das macht mich ziemlich sauer und ich lese ihm mal die Leviten. Das findet dieser nicht wirklich lustig und wirft mich aus dem Hotel. Dabei habe ich reserviert und keinen Fehler gemacht. Komisch… In einem Dorf weiter hilft mir ein Barbesitzer weiter und vermittelt mir ein Bed & Breakfast. Wunderschön, gross, gut gelegen, aber mit 40 Euro leider nicht wirklich günstig. Aber nach 25 Kilometer Irrweg ist mir das egal. Morgen geht es dann weiter Richtung Po, vielleicht bis nach Piacenza. Das wären dann locker 30 Kilometer. Inklusive einer längeren Schifffahrt über den Fluss.

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