Für jeden sein Ostergeschenk

Als ich den Waschsalon betrete, sehe ich eine jüngere Frau, die mit ihrer Wäsche beschäftigt ist. Während ich den Waschautomat so betrachte, spricht sie mich an, ob sie mir helfen könne. Ich bejahe natürlich. Sie erklärt mir das Ganze und ich stelle mich ein wenig dumm an – so gehört es sich als Pilger. Jedenfalls nimmt sie mir alsbald die Wäsche ab und sagt, ich solle in die Bar nebendran gehen. Sie erledige die Wäsche für mich und rufe mich dann. Nichts wie gesagt, raus aus der Lavanderia und hinein

Kalte Nacht und schönes Wetter erwarten mich

Abbadia San Salvadore ist eine nette kleine Stadt mit einem uralten Stadtkern, der viel Charme versprüht. Ich geniesse den Abend. Es ist eiskalt hier oben. Deshalb gehe ich etwas essen. Es gibt eine Pizza Quattro Formaggi mit Salame Piccante. Damit mir warm wird, wird kräftig mit Pfeffer und vor allem Peperoncino nachgewürzt. So ein richtiger Scharfmacher. Es graut mir ein wenig vor dem Schlafen. Die Herberge ist picobello in Schuss. Sauber und es hat alles was es braucht. Nur etwas nicht, Wärme. Da diese Unterkunft abseits des offiziellen Weges ist,

Tollpatsche sollten nicht pilgern

Manchmal weiss ich nicht, ob nur mir dumme Sachen passieren. Es kommt mir jedenfalls so vor, als ob ich der grösste Tollpatsch bin. Gestern hatte ich eine wunderbare Unterkunft für 29 Euro. Singleroom mit gemeinsamen Bad. Jedenfalls kommt später nur ein älteres Paar hinzu, die den Weg mit dem Bike pilgern. Angenehm. Vor allem ist es toll, weil diese Unterkunft eine Waschmaschine bietet. So kann ich endlich wieder mal in frische Klamotten schlüpfen. Also geh ich sofort ans Werk und schmeisse meine sieben Sachen in die Maschine. Dauert nur vierzig Minuten.

Waschtag und lockerer Weg nach Piacenza

Piacenza

Meine Unterkunft ist echt nicht toll. Trotz des wunderschönen Plätzchen am Fluss. Ein Mehrbettzimmer, das ich für mich alleine habe. Aber es ist ziemlich schmudelig. Der Boden ist dreckig und Dusche und WC sind braun. So verzichte ich auf eine Dusche und leg mich in meinen Kleidern in meinen Schlafsack. Der Boss hier ist zwar mega nett, aber eben, leider nicht so auf Sauberkeit bedacht. Egal, heute gehe ich nach Piacenza. Ziel ist es wieder einmal meine Kleider auf Vordermann zu bringen und diese Stadt ein wenig zu besichtigen. Lockere