Lieber sicher und frohen Herzens in der Heiligen Stadt ankommen

Nachdem ich bei meinem albanischen Freund ausgestiegen bin, habe ich zuerst meine Geschichte geschrieben. Anschliessend habe ich die Lage einmal begutachtet und einen spontanen Entschluss gefasst. Das tue ich mir nicht an. Der Verkehr war unerträglich und zum Ende hin noch die Gesundheit und vor allem meine gute seelische Verfassung aufs Spiel zu setzen, darauf kann ich gerne verzichten. Eigentlich sollte auf dieser Strasse ein Verbot für Fussgänger bestehen. Ich verstehe sowieso nicht, wie man auf einer Schnellstrasse seine Wanderschuhe spazieren führen kann. Bei uns zu Hause an der Arlberg-Schnellstrasse

Kaffeekränzchen mit den Nonnen

Der gestrige, freundliche Empfang der Schwestern war wirklich lässig. Zwei ältere Nonnen, schätzungsweise 90 Jahre alt und gut 30 Zentimeter kleiner als ich, luden mich zu Kaffee und Kuchen ein. Sie wollten alles von mir wissen, woher ich komme, wohin ich gehe, was ich sonst so alles tue. Schwierige Unterhaltung, da sie nur Italienischen parlierten. Ich setzte mein bestes Baustellen-Italienisch ein und redete mit Händen und Füssen. Cool war es trotzdem. Diese Freude der Schwestern an Neuem trotz ihres Alters spüren zu dürfen. Da kann ich auch für mich etwas

Von Oliven und netten Signoras auf dem Pilgerweg

Verzeiht mir, dass ich mich erst heute wieder zu Wort melde. Denn ich habe mir gestern einen faulen Tag gegönnt. Das heisst, ich spüre meinen Fuss und will nichts riskieren. So kümmere ich mich um die Wäsche, schau mal in der Farmacia vorbei und zieh mir ein Fussballspiel und das Formel 1 – Rennen rein. Ziemlich langweiliger Tag. Aber es muss so sein. Ich möchte gesund nach Hause kommen. Das mit der Farmacia ist auch eine nette Geschichte. Solche spielen sich nur auf Pilgerwegen wie dem Via Francigena ab. Die

Die Sonne meint es gut mit mir

Beim ausgedehnten Nachtbummel durch die Stadt Lucca gibt es einiges zu sehen. Viele Verkleidete prägen das Stadtbild. Vor allem habe ich noch nie so viel Zelte gesehen, es müssen hunderte sein. Jede Firma, die sich mit Comics und Spielen beschäftigt, muss hier verteten sein. Darunter natürlich auch die Filmstudios. Der Zugang zu den Zelten ist aber nur mit Ticket möglich. Interessanterweise gibt es noch genügend Italiener, die Geld genug für solche Dinge haben. Den die Besucher schleppen Berge von Spielen, Konsolen und anderes mit nach Hause. Unterwegs esse ich noch

Lässiger Auftakt in die Via Francigena

Fernblick

Manchmal könnte in mir das Gefühl aufkeimen, dass die Menschen in Italien und Frankreich mich nicht hier haben wollen. Gestern wars wieder mal soweit: Die italienische Bahnangestellten streiken. So fallen etliche Züge aus. Deshalb strande ich in Parma und komme nicht mehr weiter. Also suche ich mir ein günstiges Zimmer und geh ein wenig auf die Pirsch. Ich war noch nie im Zentrum des Parmesans und Parmaschinkens. Es ist eine nette Stadt, ist für mich aber trotzdem kein Highlight unter italienischen Städten. Den lukullischen Bereich mal ausgenommen. Das Essensangebot ist

Harziger Start im Aostatal

Pellegrino

Ich bin wieder unterwegs: Am vergangenen Samstag ging es los. Von Innsbruck weg nach Aosta. Dort starte ich zu meinem neuen Pilgerabenteuer. Nachdem Frankreich und der Jakob nicht so ganz meine Geschichte waren, versuch ich mich nun auf die Via Francigena. Dies ist der älteste bekannte Pilgerweg und beginnt im englischen Canterbury und führt über Frankreich, die Schweiz nach Italien in den Vatikan. Zuerst wollte ich in Lausanne starten und über den Grossen St. Bernhard gehen. Die Witterungsverhältnisse machten mir aber einen Strich durch die Rechnung. Auf dem Pass liegt