Hoffentlich nur ein Männerhusten

Nachdem ich noch rechtzeitig zum Fussballspiel eintreffe, geniesse ich in einem Lokal einen Hamburger und schaue mir das Spiel an. Der Mensch braucht bekanntlicherweise Brot und Spiel um zufrieden zu sein. So ergeht es mir leider nicht, den die Schweizer verlieren in der Schlussphase. Dafür haben die Portugiesen etwas zu feiern und das tun sie ausgiebig. Danach geht es ins Bett. Ich bin hundemüde. Keine Ahnung wieso, denn die vergangenen Tage waren nicht so anstrengend. Durch den Lärm, schlafe ich auch nicht gut, obwohl ich ein tolles Zimmer habe. Ausserdem

It’s time to say Goodbye

Heute steht meine letzte Etappe auf meinem Pilgerweg auf dem Programm und es heisst langsam Abschied nehmen vom Cammino di San Francesco. Am Abend kräftigen wir uns noch einmal bei Pizza und Pasta und lassen dabei den Tag und auch die Etappen Revue passieren. Die Unterkunft in Montelibretti ist sehr schön. Ich schlafe in einem alten Haus, das Zimmer ist zwar klein, aber schön eingerichtet und hat eine funktionierende Heizung. Nach dem gestrigen, sehr garstigen und kalten Wetter ist das eine Wohltat. Am Morgen bin ich früh wach und wir

Für jeden sein Ostergeschenk

Als ich den Waschsalon betrete, sehe ich eine jüngere Frau, die mit ihrer Wäsche beschäftigt ist. Während ich den Waschautomat so betrachte, spricht sie mich an, ob sie mir helfen könne. Ich bejahe natürlich. Sie erklärt mir das Ganze und ich stelle mich ein wenig dumm an – so gehört es sich als Pilger. Jedenfalls nimmt sie mir alsbald die Wäsche ab und sagt, ich solle in die Bar nebendran gehen. Sie erledige die Wäsche für mich und rufe mich dann. Nichts wie gesagt, raus aus der Lavanderia und hinein

Seenwanderung und ein Fussballfest

Campagna

Meinen Pilgerfreund von gestern treff ich heute nicht. Er wollte zwar auch nach Ivrea, aber das hat wahrscheinlich nicht geklappt. Egal, ich hatte gestern Abend eine wunderbare Pizza genossen. Wirklich erstklassiger Food. Schon lange nicht mehr in dieser Qualität gesehen. Heute geht es nach Viverone. Eine Strecke von etwa 25 Kilometer. Schon beim Start spüre ich, dass mein rechter Fuss nicht so richtig will. Trotzdem geh ich weiter. Zuerst raus aus der Stadt und dann in die Pampa – oder besser gesagt ins Mückenparadies hinein. Es ist richtig feucht und

Überraschung am Ziel

Garden

Gefroren, richtig kalt war es, trotzdem eine gute Sache für mich dieser Caravan. Endlich kann ich mal ausschlafen. Um halb Zehn stehe ich auf und sortiere meine Sachen. Nicht so einfach, es ist ziemlich eng. Draussen schaut es ziemlich düster aus – Regen ist angesagt. Ich besiege meinen inneren Schweinehund und schlüpfe in meine Pilgerkluft und schon geht es los. Es ist ein unspektakulärer Abschnitt – bei diesem Wetter sowieso. Also lauf ich los bis zum Einkaufscenter, kauf mir ein paar Beeren und was Süsses und gönne mir einen Kaffe