Bruchbude als Nachtquartier

Mein Zimmer ist eine bessere Rumpelkammer oder eher noch eine Bruchbude. Beim Reinkommen lege ich mein Handy auf den Tisch. Das ist ein Klapptisch, der an der Wand befestigt ist. Darunter steht ein Stuhl, den ziehe ich hervor. Es ertönt ein Knall und das Handy liegt am Boden. Der Tisch ist auf der einen Seite ausgehebelt und hängt nun herunter. Die Schraube wurde einfach in die Wand gedreht, ohne Dübel, ohne nichts. Das kann ja nicht halten. An den Falschen geraten Dann rufe ich die Rezeptionistin. Die ist sogleich hellwach

In Porto steppt der Bär

Trotz der gut 35 Kilometer langen Pilgerei, bin ich am Abend noch relativ fit und erkunde Porto. Eine wirklich tolle Stadt, in der richtig etwas los ist. So besuche ich noch ein paar Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale Se und wage mich an die Uferpromenade des Douro. Hier steppt der Bär. Viele kleine Lokale reihen sich aneinander. Hier explodieren für portugiesische Verhältnisse auch die Preise. Für Leute aus Mitteleuropa sicher zahlbar. Ob sich dies viele Einheimische leisten können, bezweifle ich stark. Hier verdienen normale Angestellte zwischen 600 und 700 Euro. Da

Pilgerei ist nicht immer einfach

Am Morgen früh dämmere ich endlich in den wohlverdienten Schlaf und erwache erst Stunden später. So starte ich wie gewöhnlich kurz vor elf zu meiner Pilgerei auf den portugiesischen Camino – auf portugiesisch Caminho Portugues. Da meine Unterkunft ziemlich weit vom Startpunkt entfernt liegt, darf ich zuerst einmal nach dem Weg suchen. Keine Vorbereitung heisst auch keinen Stadtplan zu besitzen. Das bedeutet für mich, Leute ansprechen und sie nach dem Weg zu fragen. Die schütteln immer nur verwirrt den Kopf und meinen, das sei viel zu weit und empfehlen mir

Irgendwann ist genug gepilgert

Die Herberge, in der ich übernachte, ist nicht gerade ein Highlight. Nicht sehr gepflegt und sauber. Aber was soll’s. Als ich dort ankomme, steppt so richtig der Bär. Ein Gruppe Mädels und Buben geniessen hier ihren Musikunterricht. Mit grossem Eifer wird die Tonleitet rauf und runter gespielt. So wie ich den Leiter verstehe, verbringen sie hier ein Musiklager. Das kann schön laut werden. Jedenfalls mache ich mich auf eine eher unruhige Nacht gefasst. Ich weiss noch wie es bei uns in den Schullagern zu und her ging. Da brauchten die

Höhepunkt meiner Pilgerei steht kurz bevor

San Gimignano ist eine tolle Stadt. Es wimmelt nur so von Touris, aber es ist einfach auch zu reizend hier. Man kann auf den Stadtmauern, die völlig erhalten geblieben sind, rund um die Stadt gehen und die Fernsicht geniessen. Nur zuviel Hunger und Durst sollte man nicht haben. Sonst herrscht ziemlich schnell Ebbe im Geldbörserl. Ziemlich teuer ist es hier, hat schon fast das Preisniveau von Zürich. Jedenfalls erkunde ich am Abend noch die Stadt. Paradies für Feinschmecker Es ist ein grösserer Feinschmeckermarkt im Gange. Da gibt es einige typische

Pilgern macht endlich Spass

Pont-Saint-Martin

Die Sonne will es heute wirklich wissen. Bereits um sechs Uhr kitzelt sie mich aus dem Schlaf. Aber nicht mit mir, was soll ich zu dieser nachtschlafenden Zeit schon tun. Da gibt es nicht mal Kaffe zu trinken. Also dreh ich wieder um und schlummere weiter. Ein Stündchen später zieht es mich dann doch aus den Federn und ich mache mich mal taufrisch für einen weiteren Pilgertag. Dann zieh ich los und bevor ich wirklich meine Pilgergeschwindigkeit aufgenommen habe, kehre ich bei der ersten Bar zu. Cornetto Marmelatta, Cappucino und