Ein Bad im Nebelmeer und Partytime im Kloster

  Wenn einer in Pilgerherbergen übernachtet, darf er nicht immer mit dem vollen Service rechnen. Das ist auch ok so, da die meisten nicht als Hotel betrieben werden und zudem sehr günstig sind. Gestern wurde mir erstmals vorgeschrieben, wann ich spätestens im Hause zu sein habe. Der Zapfenstreich erfolgt um neun Uhr. Danach ist Schluss mit lustig und es darf ein anderes Schlafplätzchen gesucht werden. Nicht das ich nächtelang um die Häuser ziehe, aber es erzeugt einen gewissen Druck. Die Freiheit ist nicht mehr grenzenlos. Jedenfalls schaffe ich es fast

Kaffeekränzchen mit den Nonnen

Der gestrige, freundliche Empfang der Schwestern war wirklich lässig. Zwei ältere Nonnen, schätzungsweise 90 Jahre alt und gut 30 Zentimeter kleiner als ich, luden mich zu Kaffee und Kuchen ein. Sie wollten alles von mir wissen, woher ich komme, wohin ich gehe, was ich sonst so alles tue. Schwierige Unterhaltung, da sie nur Italienischen parlierten. Ich setzte mein bestes Baustellen-Italienisch ein und redete mit Händen und Füssen. Cool war es trotzdem. Diese Freude der Schwestern an Neuem trotz ihres Alters spüren zu dürfen. Da kann ich auch für mich etwas