Einsamer Weg durch die Pampa

Der Auftakt für meine Pilgerei verläuft bis jetzt wirklich optimal. Bisher sehe ich kaum ein Wölkchen am Himmel und es hat immer zwischen 22 und 25 Grad. Tendenz steigend. Was will mein Pilgerherz noch mehr. Es gibt nichts schlimmeres, als wenn es bereits zu Beginn regnet und kalt ist. Das ist nicht gut für die Moral. Heute muss ich bereits kurz vor zehn Uhr aus dem Zimmer, da mir die Gastgeberin unbedingt ein original italienisches Frühstück servieren möchte. Das heisst Filterkaffee, Zwieback und etwas undefinierbares aus der Tüte. Da schlägt

Ein Bad im Nebelmeer und Partytime im Kloster

  Wenn einer in Pilgerherbergen übernachtet, darf er nicht immer mit dem vollen Service rechnen. Das ist auch ok so, da die meisten nicht als Hotel betrieben werden und zudem sehr günstig sind. Gestern wurde mir erstmals vorgeschrieben, wann ich spätestens im Hause zu sein habe. Der Zapfenstreich erfolgt um neun Uhr. Danach ist Schluss mit lustig und es darf ein anderes Schlafplätzchen gesucht werden. Nicht das ich nächtelang um die Häuser ziehe, aber es erzeugt einen gewissen Druck. Die Freiheit ist nicht mehr grenzenlos. Jedenfalls schaffe ich es fast

Heilige Bernadette sei gegrüsst

Hl. Bernadette

Endlich komme ich wieder in die Zivilation. Es geht auf nach Nevers, die Hauptstadt in diesem Departement und hat rund 40000 Einwohner. Die vergangenen Tage war ich in Ortschaften, wo sich höchstens Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Alles geschlossen, keine Menschen auf der Strasse, ziemlich tote Gegend. Am Morgen trinke ich noch mit meinem neuen Freund Pierre einen Kaffee, den er für mich ausgibt und wir haben noch einen kurzen Plausch. Dann geht es los – es ist heute ein richtig guter Tag – schönes Wetter und eine kurze