Kein Hochgefühl bei der Ankunft in Santiago

Die letzten zwei Pilgertage auf meinem Weg nach Santiago di Compostela sind schnell erzählt. Rund 46 Kilometer fehlen noch bis ans Ziel. Diese teile ich in zwei Etappen auf. Die erste ist wiederum mit 28 Kilometer ziemlich lang und bietet auch nicht wirklich fürs Auge viel. Am Abend mache ich halt in einem kleinen Strassendorf. Rund zehn Häuser, davon vier Bars, drei Hostels und direkt neben meiner Unterkunft ein Bordell, in dem es Nachts ziemlich hoch her geht. An Schlaf ist kaum zu denken. Ich fühle mich ziemlich leer. Mit

Lourdes sehen und ab nach Hause

Eglise Notre Dame

Leider muss ich in Le Chatelet meine Pilgerreise unterbrechen beziehungsweise abbrechen, da ich einen wichtigen Termin am Freitag erhalten habe, den ich nicht verschieben kann. Da ich unbedingt einmal nach Lourdes wollte und dies auf meinem Pilgerweg auch gemacht hätte, lauf ich nun wieder zurück nach Saint-Amand-Montrond. Das ist der nächst gelegene Ort mit Bahnhof. Am Bahnhofschalter werde ich nett empfangen. Es stellt sich schnell heraus, dass die Dame ursprünglich aus Deutschland stammt, aber seit 35 Jahren in dieser französischen Provinz lebt. Der Liebe wegen. Ihr Deutsch hat mittlerweile schon

Perfekter Tag durch die Weinberge

Gestern Abend haben meine Pilgerfreundinnen und ich noch ein Glas Wein zusammen getrunken. Es war richtig nett in der Altstadt zu sitzen und ein wenig zu schwatzen. Sie sind einfach gut drauf und meistern die Strapazen ohne zu Klagen. Nachdem die beiden Damen ins Bett gegangen sind, steige ich noch zum Uhrturm und Borgo hinauf. Eine unglaubliche Stimmung in der Nacht. Stürmische Pilgerei durch die Weingärten Heute geht es auf die zweitletzte Etappe des Camminos nach Modigliana. Es ist kein langer Weg, Es stehen nur 16 Kilometer an, die aber