In Porto steppt der Bär

Trotz der gut 35 Kilometer langen Pilgerei, bin ich am Abend noch relativ fit und erkunde Porto. Eine wirklich tolle Stadt, in der richtig etwas los ist. So besuche ich noch ein paar Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale Se und wage mich an die Uferpromenade des Douro. Hier steppt der Bär. Viele kleine Lokale reihen sich aneinander. Hier explodieren für portugiesische Verhältnisse auch die Preise. Für Leute aus Mitteleuropa sicher zahlbar. Ob sich dies viele Einheimische leisten können, bezweifle ich stark. Hier verdienen normale Angestellte zwischen 600 und 700 Euro. Da

Pasta, Pasta – Leider nein

Nach einem guten Abendessen – was heisst schon gut, es gibt immer wieder etwa dasselbe – gehe ich schlafen. Meine Eltern haben in den Kriegszeiten bis zu dreimal am Tag Riebel gegessen. Das sollte mich ein wenig demütiger machen. Das Zimmer ist schön und kostet 17.50 Euro. Unglaublich günstig. Und mit Balkon. So schlafe ich wie ein Herrgöttchen und träume von Pasta, Risotto und mehr. Am Morgen scheint wieder einmal die Sonne und kitzelt mich aus dem Schlaf. Ohne Frühstück geht es los. Durch die langen Etappen der vergangenen Tage

Mit Frust am Jakobsweg unterwegs

Der Abend in Azambuja gestaltet sich schwierig. Ich habe seit zwei Tagen nichts gegessen und bin hungrig wie ein Wolf. Ausser ein paar Bars gibt es nichts. Und die haben nichts zu futtern ausser Chips. Das Problem ist, die Einheimischen bereiten sich auf ihr Dorffest vor. In den nächsten Tagen jagen sie Stiere durch ihr Städtchen. Das hat in dieser Region Traditon. Dabei wird der Stadtkern mit Gattern abgesperrt und jedes Viertel lässt einen Stier durch die Gassen streunen. Die Menschen stehen ausserhalb und hetzen die Tiere ein wenig herum.