Quelle des Lebens: Mein ständiger Begleiter

Heute geht es erst ein bisschen später los. Am Morgen regnet es heftig, gut für die Natur, eher schlecht für mich, da ich nicht gerne nass werde… Deshalb warte ich bis kurz vor elf ab. Ich habe Glück, es hört auf zu regnen und Italien zeigt sich von seiner schönsten Seite – Sonne pur und natürlich auch sehr warm und schwül. Rund 35 Grad, aber wie bereits gesagt völlig egal. Zuerst gehe ich zurück ins Dorf Polesella und dann weiter auf dem Damm des Po`s. Dieser wird mich für die nächsten rund 13 Kilometer begleiten. Er fliesst ruhig dahin. Bald wird mir auch klar, dass ich hier auf dem Damm auch ein wenig aufpassen muss. Die Radler sind unterwegs und zwar scharenweise. Eine Gruppe hatte mindestens 50 Rennfahrer dabei. Alle gut gebräunt, rasierte Beine und super in Form.

Hauptstadt des Radfahrens

Die Gegend von Ferrara ist auch bekannt als Fahrradhauptstadt Italiens. Es gibt wahrscheinlich gleich viel Fahrräder wie Autos, zumindestens wie der Marke Fiat. Auch heute führt mich der Weg durch wunderbare Auen und ich geniesse das Gehen. Bald erreiche ich das Dorf Francolino, hier sage ich dem Fluss Po ciao und durchquere das beschauliche Dörflein. Jetzt ist es nicht mehr weit. Noch gute zehn Kilometer bis in das berühmte Ferrara. Rechter Hand sehe ich ein Golfplatz – hier möchte ich auch einmal spielen – die letzten Kilometer führen an der Hauptstrasse entlang. Viel Asphalt, viele Autos – egal, mein Ziel ist in Sicht.

Zentrum mit Geschichte

Ferrara ist eine wunderschöne Stadt und trotzdem wenig bekannt. Die meisten Touristen fahren ans Meer und übersehen die Ausfahrt an der Autobahn. Deshalb ist es toll zu pilgern. Man sieht einfach Orte, die man sonst nicht kennen lernen würde. Ferraras Stadtkern ist Unesco Weltkulturerbe. Ausserdem besteht hier eine der ältestens Universitäten der Welt (1391). Sie ist die einzige grössere Stadt Italiens, die nicht auf die Römer zurückzuführen ist und wurde im Mittelalter von der Familie Este regiert. Ferrara ist einfach ein toller Ort den man besucht haben muss. Jung, schön und fröhlich.

Hotel: San Paolo  € 33 mit Frühstück

4 Kommentare zum Beitrag “Quelle des Lebens: Mein ständiger Begleiter”

  1. Hallo Hubert – weiterhin gute Reise. Deine Berichte sind einfach fein zu lesen – liebe Grüße und alles Gute Meinhard

  2. Vielen Dank Meinhard

  3. Elisabeth Schennach sagt: Antworten

    Schöne Grüße vom Radlerstammtisch.
    Werner wartet auf eine Nachricht von dir!
    Falls dich Werner abholen soll, kannst du ihn anrufen.
    Wenn du Probleme hast, Werner kontaktieren!
    Liebe Grüße

  4. Das ist aber weit weg. Aber vielen Dank! Und schöne Grüße.

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